Liegenschaftsvermessung

Liegenschaftsvermessungen werden ausschließlich durch die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure Peter Hansch und Matthias Kahle und nicht durch das Vermessungsbüro Hansch & Bernau durchgeführt.

Im Liegenschaftskataster sind für das Landesgebiet alle Flurstücke und Gebäude nachgewiesen. Der Nachweis der Liegenschaften umfasst ihre Lage, Nutzung, Größe und wesentliche topographische Merkmale (Sachdaten) sowie die Daten der Eigentümer, Erbbau- und Nutzungsberechtigten.

Als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) nehmen wir entsprechend § 5 des Gesetzes über das amtliche Geoinformations- und Vermessungswesen M-V (GeoVermG M-V) Aufgaben des amtlichen Vermessungswesens wahr und sind Träger eines öffentlichen Amtes. Wir sind berechtig und befähigt, Liegenschaftsvermessungen für Sie im Land Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen.

Auf der Grundlage des Geoinformations- und Vermessungsgesetzes M-V (GeoVermG M-V) sowie der Berufsordnung M-V können wir als ÖbVI folgende Aufgaben für Sie erfüllen:

Grenzfeststellung von vorhandenen Grenzpunkten
Entsprechend § 29 Abs. 1 GeoVermG M-V gilt ein Grenzpunkt als festgestellt, wenn seine örtliche Lage im geodätischen Raumbezug geometrisch eindeutig erfasst und die Entscheidung über seine Lage unter Mitwirkung der Beteiligten bestandskräftig geworden ist. Sind zwei benachbarte Grenzpunkte einer Flurstücksgrenze gemäß § 31 Absatz 3 festgestellt worden, dann ist auch ihre geometrisch definierte Begrenzungslinie festgestellt.

Grenzwiederherstellung von vorhandenen Grenzpunkten
Festgestellte Grenzpunkte können amtlich bestätigt werden, nachdem ihre Lage wie im Liegenschaftskataster nachgewiesen in die Örtlichkeit übertragen wurde.

Grenzfeststellung von Grenzpunkten zur Flurstücksbildung (Zerlegung/Sonderung)
Unter Grenzfeststellung von Grenzpunkten zur Flurstücksbildung versteht man die Aufteilung eines bestehenden Flurstückes in mehrere selbständige Flurstücke auf Grundlage der Willenserklärung der Beteiligten. Sind zwei benachbarte Grenzpunkte einer Flurstücksgrenze gemäß § 31 Absatz 3 festgestellt worden, dann ist auch ihre geometrisch definierte Begrenzungslinie festgestellt. Die Sonderung ist eine Sonderform der Grenzfeststellung von Grenzpunkten zur Flurstücksbildung. Ein Flurstück wird in mehrere Flurstücke zerlegt. Es erfolgen keine örtlichen Vermessungen und Kennzeichnungen der Grenzen und die Außengrenzen müssen festgestellt sein.

Grenzfeststellung von Grenzpunkten langgestreckter Anlagen
Langgestreckte Anlagen sind Straßen, straßenbegleitende Ersatzmaßnahmen, Wege, Gewässer, Deiche, Bahnanlagen, Versorgungseinrichtungen und dergleichen mit einer Achslänge von mehr als 100 m, an denen vorhandene oder vorgesehene Grenzpunkte anlässlich ihrer Neuanlage oder Veränderung nach örtlichen Vermessungen festgestellt oder wiederhergestellt werden.

Abmarkung
Festgestellte Grenzpunkte von Flurstücksgrenzen sind, soweit sie zugleich Grenzpunkte von Grundstücksgrenzen sind oder werden sollen, dauerhaft und sichtbar durch Grenzmarken abzumarken. Eigentümer, Erbbau- und Nutzungsberechtigte sind verpflichtet, in den Grundstücksgrenzen Grenzmarken zu dulden. Dies gilt auch für Grenzmarken, die zur Kennzeichnung der Grenzen der Nachbargrundstücke erforderlich sind. Grenzmarken dürfen nur von den nach § 5 GeoVermG M-V benannten Aufgabenträger eingebracht, aufgerichtet oder entfernt werden. Der feste Stand, die Erkennbarkeit und die Verwendbarkeit der Grenzmarken dürfen nicht gefährdet werden.

Katasterliche Gebäudeeinmessung
Entsprechend § 28 Abs.2 des GeoVermG M-V sind Grundstücks- bzw. Gebäudeeigentümer verpflichtet, die katasterliche Gebäudeeinmessung neu errichteter oder im Grundriss veränderter Gebäude zu veranlassen und die Kosten für die Durchführung zu tragen. Durch die Gebäudeeinmessung wird die Lage eines Gebäudes zu den Flurstücksgrenzen, sein Grundriss und seine Nutzung ermittelt. Die Außenwände des Erdgeschosses bilden in der Regel den Gebäudegrundriss.

Formular für eine unverbindliche Kostenschätzung für eine Liegenschaftsvermessung an die ÖbVI’s Peter Hansch und Matthias Kahle

Vermessungsantrag für eine Liegenschaftsvermessung an die ÖbVI’s Peter Hansch und Matthias Kahle

Einführung eines strittigen Grenzpunktes
Kommt eine Grenzfeststellung nicht zu Stande, sind die betreffenden Grenzpunkte im Liegenschaftskataster besonders zu kennzeichnen.

Einmessung von Nutzungsgrenzen
Auf einem Flurstück können mehrere Nutzungsgrenzen vorhanden sein (z.B. Haus, Garten, Acker…). Diese werden in ihrer Fläche bestimmt und im Liegenschaftskataster nachgewiesen.

Beglaubigung von Anträgen auf Vereinigung oder Teilung von Grundstücken
Entsprechend § 27 Abs.1 des GeoVermG M-V sind wir befugt, Anträge von Eigentümern auf Vereinigung (§ 890 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches) oder Teilung von Grundstücken öffentlich zu beglaubigen.

Grenzbescheinigung
Es wird bescheinigt, dass das Gebäude auf dem Flurstück errichtet worden ist und keine Grenzüberschreitungen vorliegen. Die Grenzbescheinigung wird teilweise von den Banken als Bestandteil Ihrer Finanzierung gefordert.

Flurstück
Ein Flurstück ist ein geometrisch eindeutig begrenzter Teil der Erdoberfläche, der im Liegenschaftskataster unter einer besonderen Bezeichnung geführt wird. Es ist Buchungseinheit für alle Informationen des Liegenschaftskatasters. Flurstücke werden auf Antrag oder, wenn es für die Führung des Liegenschaftskatasters zweckmäßig ist, von Amts wegen gebildet.

Gebäude
Gebäude im Sinne dieses Gesetzes sind selbständig benutzbare überdachte oder überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können und geeignet oder bestimmt sind, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen, oder dem Betrieb von Sachen zu dienen. Sie müssen von einiger Beständigkeit und Bedeutung, ausreichend standfest und fest mit der Bodenfläche verbunden sein.

Liegenschaftskataster
Das Liegenschaftskataster ist das amtliche Verzeichnis der Grundstücke nach § 2 Absatz 2 der Grundbuchordnung. Es unterstützt die Sicherung des Eigentums und anderer Rechte an Grundstücken und Gebäuden und dient dem Grundstücksverkehr und der Ordnung von Grund und Boden. Die dafür erforderlichen Angaben des Liegenschaftskatasters und des Grundbuchs sind in Übereinstimmung zu halten.

Das Liegenschaftskataster weist die Ergebnisse der amtlichen Bodenschätzung sowie die Lage und Bezeichnung der Bodenprofile nach dem Bodenschätzungsgesetz vom 20. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3150, 3176) nach.

Bodenrichtwerte und Kaufpreisinformationen sind integraler Bestandteil des Geobasisinformations-systems Liegenschaftskataster.

Im Liegenschaftskataster dürfen die Behörden nach § 5 Absatz 2 Nummer 3 bei im Grundbuch gebuchten Grundstücken für Aufgaben nach §§ 22 und 23 die Namen, Vornamen und Geburtsnamen sowie Geburtsdaten, Akademische Grade und Anschriften der Eigentümer, Erbbau- und Nutzungsberechtigten führen und verarbeiten. Gleiches gilt für die Eigentumsart und den Anteil des Eigentumsrechts sowie die Namensnummern. Zusätzlich können die Namen und Anschriften von Verfügungsberechtigten und Bevollmächtigten der Grundstückseigentümer, Erbbau- und Nutzungsberechtigten aufgenommen werden. Bei im Grundbuch nicht gebuchten Grundstücken sind die Sätze 1 und 2 entsprechend anzuwenden. Ein Wechsel im Eigentum bei diesen ungebuchten Grundstücken ist der zuständigen Vermessungs- und Geoinformationsbehörde von dem neuen Eigentümer unter Vorlage geeigneter Nachweise anzuzeigen.