Wichtiges in Stichworten

Abmarkung Kennzeichnung von festgestellten Grenzpunkten in der Örtlichkeit mittels dauerhafter Grenzzeichen
Abnahmeschein Amtliches Protokoll über die Prüfung des Rohbaues und bestimmter Anlagen oder Gebäudeteile (elektrische Anlagen, Entlüftung oder Kamin)
Abschreibung Grundstücke bzw. Grundstücksteile werden von einem Grundbuchblatt auf ein anderes Grundbuchblatt umgeschrieben.
Abstände In den Landesbauordnungen und in verschiedenen Gesetzen sind Mindestabstände, z.B. seitliche Grenzabstände von Gebäuden oder Abstände von Straßen, vorgeschrieben.
Absteckung Übertragung der Projektgeometrie (Hauptpunkte) in die Örtlichkeit
ALK Automatisierte Liegenschaftskarte ist die elektronische und blattschnittlose Darstellung von Gemarkungen, Fluren, Flurstücken, Gebäuden, Nutzungsarten und Flurstücksnummern.
Anschlussgebühren Öffentliche Anschlüsse für Strom, Gas, Wasser, Kanal, Fernwärme, Telefon usw. müssen beantragt werden und sind gebührenpflichtig.
Annuität Jahreszahlung an Zinsen und Tilgung.
Auflassung Nach der Legaldefinition in § 925 BGB handelt es sich dabei um die bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile vor einem Notar zu erklärende dingliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers über die Übereignung von Grundstücken.
Bauantrag Im Regelfall ist für die Errichtung eines Gebäudes ein Bauantrag bei der zuständigen Behörde zu stellen. Beizufügen sind die Bauzeichnungen und Lagepläne. Außerdem muss der Antrag Angaben enthalten über Bauart, Bauweise, Flächen- oder Grundstücksgrenzen, Baubeschreibungen, Nachweis für Wärme- und Schallschutz.
Bauaufsichtsbehörden Die Bauüberwachung obliegt den Bauaufsichtsbehörden. Der Bauantrag wird bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte) eingerichtet.
Baudarlehen Zur Finanzierung eines Bauvorhabens von Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungen usw. gewährter Kredit. Das Baudarlehen ist durch den Grundstückswert und den geschätzten Wert des Bauvorhabens abgesichert. Baudarlehen können in verschiedenen Formen gewährt werden. Ihre Höhe hängt von bestehenden Belastungen, der Belastbarkeit des Grundstücks und seinem Beleihungswert ab.
Bauerwartungsland Im Flächennutzungsplan als Wohngebiet ausgewiesenes Gelände, dessen Nutzung aber noch nicht durch einen Bebauungsplan verbindlich festgesetzt ist.
Baugenehmigung Schriftlicher Genehmigungsbescheid der zuständigen Behörde für die Durchführung eines Bauvorhabens. In den Genehmigungsbescheid, gegen den Rechtsmittel eingelegt werden können, sind u.U. einengende Auflagen eingefügt. Die Baugenehmigung ist entsprechend der Landesbauordnung befristet und gebührenpflichtig.
Baugrenze Eine im Bebauungsplan durch eine Baugrenze festgesetzte Fläche, in der die Hauptnutzung (z.B. Wohngebäude) gebaut werden darf.
Baukostenplanung Hierunter versteht man ein von Anfang an kostenorientiertes Planen und Entwerfen des Architekten, der damit an das Budget des Bauherrn als Kostenobergrenze gebunden ist.
Baulast Bauaufsichtliche Baulasten sind im Baulastenverzeichnis eingetragene Beschränkungen der Bebaubarkeit eines Grundstücks.
Baulinie Eine im Bebauungsplan festgesetzte Linie, an die zwingend herangebaut werden muss.
Baumängel Durch fehlerhafte Entwürfe, Ausführung oder nicht einwandfreies Material verursachte Mängel am Bauvorhaben. Bei der Abnahme durch den Bauherrn sollte erkennbaren Mängeln ein schriftlicher Vorbehalt niedergelegt werden, damit eventuell später sich daraus ergebende Bauschäden und die daraus entstehenden Beseitungskosten gegenüber dem Verursacher geltend gemacht werden können. Bei wesentlichen Mängeln kann die Abnahme bis zur Beseitigung verweigert werden.
Bauordnung In den einzelnen Ländern bestehen Landesbauordnungen, die Anforderungen an den Bau und seine Teile sowie das Baugenehmigungsverfahren regeln.
Bebauungsplan (siehe Flächennutzungsplan)
Besitz Ausübung der tatsächlichen Gewalt über eine Sache, daraus folgt nicht unbedingt gleichzeitig Eigentum an der Sache (z.B. Mietwohnungen, Pachtflächen).
Besitzstandsgrenze Ist die räumliche Begrenzung einer im Besitz befindlichen Fläche, die durch eine örtliche Abgrenzung gekennzeichnet ist. Die Besitzstandsgrenze sollte mit der Grundstücksgrenze übereinstimmen.
Beteiligte Beteiligte eines Verwaltungsverfahrens bei einer Liegenschaftsvermessung sind die Grundstückseigentümer, -nachbarn sowie Erwerber mit Auflassungsvormerkung.
Eigenleistungen/
Eigenmittel
Mittel, die der Bauherr selbst besitzt. Dazu gehören der Wert eines eigenen unbelasteten Grundstückes, Bausparguthaben, eigenes Kapital oder die Eigenleistung, z.B. in Form von persönlichen Arbeitsleistungen, die zu Unternehmerpreisen bewertet werden.
Eigentum Ist der rechtmäßige Besitz an einer Sache.
Einheitswert Für die Bemessung von Grundsteuer und Grundsteuermessbetrag sowie der Vermögenssteuer festgesetzter Richtlinien eines Grundstückes und Gebäudes. Das zuständige Finanzamt stellt den Einheitswert jeweils fest.
Erbbaurecht Üblicherweise auf bestimmte Zeit – oft 99 Jahre – bestelltes Recht, auf einem Grundstück ein Bauwerk zu haben. Das Erbbaurecht kann vererbt und veräußert werden. Es muss im Grundbuch eingetragen werden; als Entgelt wird ein Erbbauzins vereinbart, der während der gesamten Nutzungszeit zu entrichten ist.
Erschließung Zur Baureifmachung eines Grundstücks notwendige Maßnahme. Dazu gehören Arbeiten und Leistungen der Gemeinde für Straßen- und Kanalbau sowie Wasser- und Elektrizitätsversorgung u.ä.m.
Erschließungsbeitrag Der durch die Gemeinde vom Eigentümer oder Erbbauberechtigten erhobene Beitrag zur Deckung von Kosten, die durch die Erschließung entstanden sind. Geregelt wird die Beitragserhebung im Baugesetzbuch, in den Kommunalabgabengesetzen der Länder sowie in der Beitragssatzung der Gemeinde.
Flächennutzungsplan Der von der Gemeinde festgelegte erste Schritt der Bauleitplanung, auf den in der Regel der Bebauungsplan folgt. Der Flächennutzungsplan nimmt im Gegensatz zum Bebauungsplan nur eine Grobeinteilung in Nutzungen vor. In den fünf neuen Bundesländern kann ein räumlich begrenzter Teil des Gemeindegebiets mit einem Teilflächennutzungsplan überplant werden.
Fortführungsmitteilung Die Änderung des Liegenschaftskatasters auf Grundlage einer Liegenschaftsvermessung wird dem Eigentümer des betroffenen Grundstückes in Form einer Fortführungsmitteilung (Abschreibungsunterlagen) bekannt gegeben.
Garantiezeit Hierunter versteht man die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche des Auftraggebers gegen den Auftragnehmer wegen Baumängel. Sie beginnt in der Regel mit der Abnahme der Leistung und beträgt bei Bauwerken nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch fünf Jahre, bei vereinbarter Geltung der VOB zwei Jahre (bei Teilen der Heizungsanlage ein Jahr). In diesem Zeitraum muß der Auftragnehmer für seine Leistungen einstehen und für Mängel haften.
Gebäudeklasse Einteilung von Gebäuden in Gebäudeklassen mit Auswirkung auf Genehmigungsverfahren, diverse Bauvorschriften, Abstandsflächen u.v.m..
Gemeinschaftsanlagen Gemeinschaftsanlagen sind insbesondere gemeinsame Garagen, Fahrzeugstellplätze, Spielplätze usw. Die Landesbauordnungen regeln nähere Einzelheiten. Herstellung und Unterhalt sind Sache des Eigentümers.
GFZ-Geschoss- flächenzahl Ist die Summe der Grundflächen der Vollgeschossen im Verhältnis zur Größe des Baugrundstücks.
Grenzbescheinigung Eine Grenzbescheinigung wird teilweise von Banken als Bestandteil der Finanzierung gefordert. Sie beinhaltet die Bescheinigung über die lagerichtige Erstellung des Bauvorhabens und das es keine baurechtwidrigen Zustände gibt.
Grenzzeichen Sind dauerhafte Kennzeichen von Grenzpunkten in der Örtlichkeit (z.B. Grenzsteine, Grenzmarken, Rohre).
Grundbuch In den Grundbüchern werden insbesondere die Eigentumsverhältnisse und die privatrechtlichen Belastungen der Grundstücke (z.B. Grunddienstbarkeiten, Hypotheken, Grundschulden) eingetragen. Das Grundbuch wird von den Amtsgerichten geführt. Wer ein berechtigtes Interesse darlegt, kann das Grundbuch einsehen oder Abschriften daraus beantragen.
Grundbuchblatt Ist das Verzeichnis der Grundstücke eines Eigentümers. Es besteht aus dem Bestandsverzeichnis der Grundstücke unter der jeweiligen laufenden Nummer sowie 3 Abteilungen. Abteilung I – Eigentümerangaben, Abteilung II – Lasten und Beschränkungen und Abteilung III – Hypotheken, Grundschulden, Niesbrauchrechte u.s.w..
Grunddienstbarkeit Belastungen eines Grundstücks zugunsten des Eigentümers eines anderen Grundstückes, insbesondere des Nachbarn. Diejenige Person, zu deren Gunsten eine Dienstbarkeit eingetragen ist, kann das betreffende Grundstück im Rahmen der Grunddienstbarkeit (z.B. Wegerecht) nutzen.
Grunderwerbsteuer Steuerliche Belastung beim Kauf eines bebauten oder unbebauten Grundstücks.
Grundschuld Durch die Bestellung einer Grundschuld wird erreicht, dass das belastete bebaute oder unbebaute Grundstück dem aus der Grundschuld Berechtigten für eine bestimmte Geldsumme haftet. Grundschulden dienen hauptsächlich der Sicherung von Krediten. Sie können auch an Eigentumswohnungen oder Erbbaurechten bestellt werden. Die Grundschulden müssen ins Grundbuch eingetragen werden.
Grundsteuer Eine vom Finanzamt aufgrund des Einheitswertes festgesetzte und von der Gemeinde erhobene Besteuerung von Grundbesitz.
Grundstück Ist die kleinste Buchungseinheit im Grundbuch unter einer laufenden Nummer im Bestandsverzeichnis. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen.
GRZ-Grundflächenzahl Ist die Summe der überbauten Fläche im Verhältnis zur Größe des Baugrundstücks. Die GRZ darf im Regelfall mit Nebenanlagen um 50 % überschritten werden.
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Von der Bundesregierung erlassene Verordnung, die in der Bundesrepublik Deutschland Inhalt und Vergütung von Architekten- und Ingenieurleistungen festgelegt.
Hypothek (siehe auch Grundschuld) Durch die Bestellung einer Hypothek wird eine persönliche Forderung – z.B. ein Darlehen einer Bank an einen Bauherrn – an einem Grundstück haftet dem Hypothekengläubiger für die gesicherte Forderung. Hypotheken können auch an Eigentumswohnungen oder an Erbbaurechten bestellt werden. Sie müssen im Grundbuch eingetragen werden.
Identitätsbescheinigung Mit der Identitätsbescheinigung wird nochmals bestätigt, dass das mit notariellem Vertrag gekaufte Grundstück (z.B. nach Vermessung) dem Kaufgegenstand entspricht. Diese Erklärung wird vom Notar von den Vertragspartnern eingeholt.
Kostendämpfung Baukosten können etwas niedriger liegen als geplant, z.B. wenn bestimmte, sehr teure Leistungen wegfallen oder ein Teil des Hauses erst später ausgebaut wird, und wenn keine überzogenen Forderungen an Funktion und Gestaltung eines Gebäudes sowie unvernünftige Terminforderungen gestellt werden. Damit werden zugleich auch Bauschäden vermieden.
Landkreis Rostock ehemals Landkreis Bad Doberan und Landkreis Güstrow
Landkreis Vorpommern-Rügen ehemals Landkreis Nordvorpommern und Landkreis Rügen
Leistungsverzeichnis Ausführliche Beschreibung aller geforderten Bauleistungen in den jeweiligen Bereichen nach Art und Umfang.
Mängelhaftung Der Auftragnehmer ist grundsätzlich zur mängelfreien Leistung verpflichtet. Die Mängelhaftung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch und – teilweise abweichend – in der Verdingungsordnung für Bauleistungen geregelt. Im Rahmen der Gewährleistung haftet der Auftragnehmer für Mängel nach BGB fünf, bei vereinbarter Geltung der VOB zwei Jahre. Sind die Mängel bereits bei Abnahme erkennbar, so kann der Auftraggeber seine diesbezüglichen Rechten verlieren, wenn er sie sich nicht ausdrücklich vorbehält.
Nachbarrecht Im Bürgerlichen Gesetzbuch und in den Nachbarrechtsgesetzen der Länder enthaltene Regelungen, welche das Eigentum an Grundstücken zugunsten der Nachbarn Beschränkungen unterwerfen.
Nachbarwiderspruch Gegen die bauaufsichtliche Genehmigung eines Bauvorhabens kann der Nachbar Widerspruch oder Anfechtungsklage erheben. Der bisher mit dem Widerspruch automatisch verbundene Baustopp entfällt, wenn er sich gegen eine Baugenehmigung wendet, die überwiegend Wohnzwecken dient.
NAS Einheitliche Datenbankschnittstelle für die Bereitstellung von Daten im einheitlichen Format.
Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) Ein ÖbVI ist ein freiberuflich tätiger Vermessungsingenieur, der als Träger eines öffentlichen Amtes im Rahmen des Gesetzes über die Berufsordnung der ÖbVI im Land Mecklenburg-Vorpommern Aufgaben des amtlichen Vermessungswesens wahrnimmt. Er untersteht der dienst- und fachaufsichtlichen Aufsicht des Landesamtes für innere Verwaltung.
Öffentliche Urkunde Dies ist eine Urkunde, die von einer Person innerhalb seiner Amtsbefugnisse oder von einer mit öffentlichem Glauben versehenen Person innerhalb des ihm zugewiesenen Geschäftsbereiches in der vorgeschriebenen Form aufgenommen wird.
Rangstelle der Hypothek oder Grundschuld Die Rangstelle, die sich aus dem Grundbuch ergibt, entscheidet insbesondere darüber, in welcher Reihenfolge die einzelnen Berechtigten im Falle einer Zwangsvollstreckung des Grundstücks, der Eigentumswohnung oder des Erbbaurechts aus dem Erlös befriedigt werden. Nach dem Maß der Sicherheit unterscheidet man zwischen erststelliger (meist bis zu 60% des Beleihungswertes) und nachrangigen Hypotheken.
Rechtsbehelfsfristen Die Widerspruchsfrist gegen einen Verwaltungsakt beträgt einen Monat, wenn der Verwaltungsakt eine ordnungsgemäße Rechtsbehelfsbelehrung enthält, ansonsten beträgt die Widerspruchsfrist ein Jahr.
Sozialer Wohnungsbau Neubau von Miet- und Eigentümerwohnungen, den der Staat mit besonderen Programmen direkt fördert. Es sind u.a. Einkommensgrenzen zu beachten.
Stadtplanung / Städtebau Zusammenwirken aller baulichen und planerischen Maßnahmen einer Stadt / einer Gemeinde, z.B. Wohnungsbau, Verkehr, Grünflächenplanung, Versorgungseinrichtungen, Gewerbebau, Sanierung, Denkmalschutz usw. Grundlagen der Stadtlagen der Stadtpläne (Flächennutzungspläne und Bebauungspläne).
Städtebauförderung Gegenstand der Städtebauförderung sind Stadt- und Dorferneuerungsmaßnahmen nach dem Baugesetzbuch. Städtebauförderungsmittel werden durch die Gemeinden eingesetzt. Im Rahmen von Städtebauförderungsprogrammen beteiligen sich hieran Bund und Länder.
Teilbaugenehmigung Für einen bestimmten Bauabschnitt gegebene Genehmigung. Die Teilbaugenehmigung kann nach Vorlage des Baugesuchs von der Bauaufsichtsbehörde erteilt werden.
Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Die Verdingungsordnung für Bauleistungen ist die Grundlage des Bauvertragswesens. Die VOB ist eine allgemein anerkannte Vertragsgrundlage, aber weder Gesetz noch Rechtsverordnung. Sie muss besonders vereinbart werden.
Vereinigung Mehrere Grundstücke können unter bestimmten Voraussetzungen im Grundbuch zu einem Grundstück vereinigt werden.
Verkehrswert Wert einer Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bestimmt wird der Verkehrswert besonders von den Nutzungsmöglichkeiten, der Lage und dem Zustand der Immobilie unter Berücksichtigung der allgemeinen Marktsituation.
Verwaltungsakt Ein Verwaltungsakt ist jede Verfügung, Entscheidung oder hoheitliche Maßnahme einer Behörde zur Regelung eines Einzelfalls auf dem Gebiet des öffentlichen Rechtes mit Rechtswirkung nach außen.
Vollgeschoss Ein Vollgeschoss ist ein Vollgeschoss wenn 2/3 der Deckenhöhe bezogen auf die Grundfläche höher als 2.30 m ist. Kellergeschosse bleiben bei der Beurteilung der planungsrechtlichen Vorgaben außer betracht.
Vorhaben- und Erschließungsplan Die Satzung über den Vorhaben- und Erschließungsplan ist ein neues städtebauliches Instrument, das dann in Betracht kommt, wenn ein Investor ein konkretes Vorhaben verwirklichen will und die Gemeinde das Vorhaben für städtebaulich sinnvoll erachtet.
Vorkaufsrecht Man unterscheidet zwischen privatem und öffentlichem Vorkaufsrecht. Das private Vorkaufsrecht wird zumeist im Grundbuch eingetragen. Derjenige, zu dessen Gunsten das Vorkaufsrecht im Grundbuch eingetragen ist, kann beanspruchen, dass ihm das Grundstück bei einem Verkauf an einen Dritten zu den gleichen Bedingungen, wie in dem Vertrag mit dem Dritten festgelegt, übertragen wird. Öffentliche Vorkaufsrechte der Gemeinde im Bereich des Städtebaus sind im Baugesetzbuch wie auch im Maßnahmengesetz zum Baugesetzbuch geregelt.